[Rezension] Der Herr des Turmes (Bd.2) von Anthony Ryan

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Achtung, diese Rezension kann Spoiler enthalten, da das Buch Teil einer Reihe ist!





Originaltitel: Tower Lord
Titel: Der Herr des Turmes
Autor: Anthony Ryan
Verlag: Klett Cotta
Erscheinungsdatum: 15. August 2015
ISBN-13: 978-3608960181
Preis: 24,95€ (Hardcover) und 19,95€ (eBook)
Seitenzahl: 859
Genre: High Fantasy
Leseprobe: hier





Nach seiner Gefangenschaft kehrt Vaelin al Sorna in die Königslande zurück. Sein Ruf eilt ihm voraus, denn schon bald schickt König Malcius nach ihm. Er möchte Vaelin zum Herren des Nordturmes ernennen. Seinem König in Treue ergeben, bleibt Vaelin keine andere Wahl, als das Angebot dankend anzunehmen und sich gemeinsam mit seiner Schwester Alornis auf den Weg gen Norden zu machen.   

Reva, die Tochter der von Vaelin ermordeten Wahrklinge, hat nur ein einziges Ziel im Leben: sie möchte die Liebe des Weltvaters erlangen. Zu diesem Zweck soll sie das Schwert ihres verstorbenen Vaters beschaffen und seinem Mörder eine gerechte Strafe zuteilwerden lassen. Doch Reva hat nicht damit gerechnet, dass ihr ausgerechnet der Mann, der ihren Vater dereinst niedergestreckt hat, schon bald ans Herz wächst, sodass ihre Mission ernsthaft gefährdet ist.   

Lyrna al Nieren, die Schwester von König Malcius, befindet sich auf dessen Geheiß auf feindlichem Gebiet. Sie reist in lonakisches Gebiet, um mit dem kriegerischen Volk der Lonaker ein Friedensabkommen zu schließen. Dabei gerät sie zwischen die Fronten eines Krieges, der innerhalb des lonakischen Volkes schwelt. Kann es ihr dennoch gelingen, den Befehlt ihres Bruders auszuführen und den ersehnten Frieden herbeizuführen?
 

Der Preis vornehmen Geblüts ist, dass wir nicht frei entscheiden können, welchen Weg wir in unseren Leben beschreiten, sondern nur die Art und Weise, wie wir dies tun.
Der Herr des Turmes (Bd.2) von Anthony Ryan, Zitat Seite 414


Vaelins Ordensbruder Frentis fristet sein Leben als Sklave. Er wurde dazu ausgebildet, zu töten. Nun muss er den Launen einer neuen Herrin gehorchen. Gemeinsam ziehen die beiden durch die Lange und verbreiten den Tod. Durch Magie ist Frentis den Befehlen seiner Herrin vollkommen ausgeliefert und begeht in ihrem Namen grausame Taten.



Auf den ersten Blick punktet „Der Herr des Turmes“ von Anthony Ryan durch seine kunstvolle Aufmachung. Ich finde, dass das Cover wirklich ausgesprochen gut zum thematischen Inhalt des Buches. Besonders toll ist es auch, dass es vom Stil so gut zum ersten Band passt. Im Regal sehen die beiden Bücher nebeneinander wirklich super aus :) Ganz vorne und ganz hinten im Roman befinden sich liebevoll gezeichnete Karten, die dem Leser die Orientierung erleichtern. Zudem gibt es ein ausführliches Personenverzeichnis, sowie die Regeln zum Kartenspiel „Kriegersextett“.

Die sprachliche Gestaltung der Erzählung ist vollkommen gekonnt. Detailliert, aber dennoch flüssig lässt der Autor seine Leserschaft an den Abenteuern der Hauptcharaktere teilhaben. Dabei schafft er es, seine Leser vollkommen in seinen Bann zu ziehen. Die Geschichte ist atmosphärisch sehr dicht erzählt, sodass die gesamte Handlung sehr intensiv und eindringlich wirkt. 


Feigheit ist der schlimmste Verrat an dem Geschenk der Freiheit. Denn ein Mann, der vor dem Kampf flieht, ist ein Sklave seiner Furcht.
Der Herr des Turmes (Bd.2) von Anthony Ryan, Zitat Seite 20


Insgesamt gliedert sich die Erzählung in vier Stränge, denen jeweils eine andere Person vorsteht. Dabei verlaufen die einzelnen Erzählstränge zu Beginn noch parallel und erst gegen Ende wird ersichtlich, wie sie alle miteinander zusammenhängen. Jeder einzelne der Hauptcharaktere hat mit seinem Schicksal zu kämpfen, doch sie alle sind sehr unterschiedlich. Besonders Reva macht im Verlauf der Geschichte eine bemerkenswerte Wandlung vom kleinen Mädchen zur jungen Frau durch. Unterbrochen werden die einzelnen Stränge immer wieder von Lord Verniers Bericht. Der kaiserliche Geschichtsschreiber befindet sich in Feindeshand und steuert mit seinen Aufzeichnungen eine weitere Sichtweise der Begebenheiten bei.

Um ehrlich zu sein, ist mir der Einstieg in die Geschichte dieses Mal etwas schwer gefallen. Die Lektüre des ersten Bandes liegt bei mir schon ein Jahr zurück und es ist nicht ganz einfach gewesen, sich alle Charaktere wieder ins Gedächtnis zu rufen. Zudem gibt es besonders zu Beginn immer wieder zähe Passagen und es dauert eine Weile, bis man sich innerhalb der einzelnen Erzählstränge zurechtgefunden hat, da diese nach jedem Kapitel wechseln. Somit ist die Zeit, die der Leser bei einem der Hauptcharaktere verbleibt stets recht kurz. Nach dem Einlesen und vor allem auf das Ende hin, nimmt die Geschichte aber merklich an Fahrt auf. Auch die Magie spielt in diesem zweiten Band eine noch größere Rolle, als noch im ersten Teil der Reihe.

Insgesamt gesehen hat mir der zweite Teil von Anthony Ryans Trilogie wirklich gut gefallen. Natürlich hat es vor allem zu Beginn immer wieder Passagen gegeben, die sich sehr in die Länge gezogen haben, aber alles in allem habe ich das Buch gerne gelesen. Nach diesem Zwischenspiel freue ich mich nun umso mehr auf den abschließenden Teil, der hoffentlich in einem spannenden Finale gipfel!

 

Band 2: Der Herr des Turmes


Anthony Ryan, 1970 in Schottland geboren, verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in London. Seit seinem großen Erfolg von »Das Lied des Blutes« lebt er als freier Autor. 



4 Kommentare:

  1. Hey :),

    Lese cih auch gerade und bin ca beim ersten Drittel :) Ich mag die Story und finde Reva als Charakter unglaublich interessant. Hab schon ein wenig Angst das am Ende auch wieder so viele lieb gewonnene Charas sterben ^^. Ich leide da jedes mal mit :D

    Tintengrüße von der Ruby

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    1. Hallo Ruby!

      Dann wünsche ich dir noch ganz viel Spaß beim Lesen, du kannst dich wirklich auf das Ende freuen, das ist nochmal richtig spannend :) Reva hat mir auch besonders gut gefallen, sie macht so eine tolle Wandlung durch und ist mir am Ende richtig ans Herz gewachsen! Das geht mir ganz genauso :/ Ich mag das auch nicht, wenn meine Lieblinge sterben... Ich blätter dann immer mal wieder gerne zurück und lese Passagen nochmal, in denen sie noch gelebt haben xD

      Liebe Grüße

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  2. Hey :)
    Ich hab das Buch kürzlich auch gelesen und kann den angesprochenen Punkten in deiner Rezi definitiv zustimmen. Mein Lieblinscharakter war ja Lyrna, auf sie bin ich in Teil 3 echt schon gespannt ^-^

    Liebe Grüße :)

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    1. Hallihallo!

      Lyrna hat mir als Hauptcharakter auch wirklich gut gefallen, weil ich sie em ersten Buch noch kein bisschen so eingeschätzt hätte. Da war sie mir beinahe schon unsympathisch. Aber dieses Mal hat sie das Blatt echt zu ihren Gunsten gewendet und ich bin schon echt gespannt darauf, wie sich das im dritten Band noch weiterentwickelt :)

      Liebe Grüße

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