[Rezension] Windflüstern (Bd.2) von Christine Rath

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Achtung, diese Rezension kann Spoiler enthalten, da das Buch Teil einer Reihe ist!





Titel: Windflüstern
Autorin: Christine Rath
Erscheinungsdatum: 08. März 2017
ISBN-13: 978-3839220429
Preis: 12,99(TB) und 9,99€ (eBook)
Seitenzahl: 407
Genre: Frauenroman, Krimi
Leseprobe: hier




Blaues Meer‚ ein wolkenloser Himmel und glückliche Urlauber am Strand: Der Sommer auf Sylt könnte nicht schöner sein. Doch der Wind flüstert geheime Worte auf das Meer hinaus: Sie erzählen von einem heimtückischen und mörderischen Plan... Ehrgeizig hatte die schöne Elena ihr Ziel verfolgt und den schwerreichen Hamburger Verleger Hans Ewers als Ehemann geangelt. Doch nun ist sie gelangweilt vom Leben an der Seite des viel älteren und ungeliebten Mannes. Nach außen die gute Ehefrau spielend beginnt sie eine Affäre mit dem jungen Reitlehrer Gunnar, der fasziniert von der schönen und klugen Frau ist und sich auf ein gefährliches Spiel mit ihr einlässt.

Als Hans Ewers tot am Strand gefunden wird, deutet alles auf Selbstmord durch Ertrinken hin. Seine trauernde Witwe lässt alle wissen, dass ihr Ehemann schwer depressiv gewesen sei und seinem Leben selbst ein Ende gesetzt habe. Da diverse Indizien diese Behauptung bestätigen, geht auch die ermittelnde Polizei davon aus. Nur der pensionierte Kommissar Uwe Boysen misstraut der Sache und ermittelt auf eigene Faust. Seine Spur führt ihn mitten in die Turbulenzen des exklusiven Sylter Poloturniers. Doch plötzlich geschieht dort ein weiterer mysteriöser Mord


Lisa Wendler:

Seit Lisa ihren Mann Andreas verlassen hat, um ein neues Leben auf Sylt zu beginnen, sind einige Monate vergangen. Mittlerweile hat sie sich gut eingelebt und verkauft in ihrem kleinen Laden „Strandgut“ Souvenirs, Bücher und Postkarten an die Touristen der Insel. In Alma, der großen Liebe ihres verstorbenen Vaters, hat sie eine liebevolle Freundin gefunden, die ihr immer beisteht. Auch deren Tochter Merle hat Lisa mittlerweile fest in ihr Herz geschlossen. Nach der Trennung von ihrem Ehemann, hat Lisa den Unternehmer Sven aus Hamburg kennengelernt und führt nun mit ihm eine Beziehung.

Bisher haben mir wirklich alle Bücher der Autorin durch die Bank weg gut gefallen und nachdem ich erst vor kurzem „Heidezauber“ gelesen habe, war schnell klar, dass auch „Windflüstern“, der zweite Band der romantischen Krimireihe auf Sylt unbedingt bei mir einziehen muss. Besonders die bildhaften Beschreibungen der Insel haben mir im ersten Band richtig gut gefallen und auch in der Fortsetzung finden sie sich wieder, wenn auch nicht ganz so zahlreich, wie noch im Auftaktband der Reihe.

Auch die Gesamtstimmung ist weitaus beklemmender als noch im ersten Teil. Die Unbeschwertheit scheint wie weggeblasen. Denn dieses Mal steht eindeutig die Kriminalgeschichte im Vordergrund und besonders Lisas Beziehung zu Sven wird leider nur immer wieder am Rande thematisiert. Zwischen den beiden herrscht jedoch eine eher unterkühlte Stimmung, da sie beide unter der Fernbeziehung leiden und sich nicht so oft sehen, wie sie es gerne möchten. Lisa wirkt deshalb leider zeitweise genauso unglücklich wie noch in ihrer Ehe mit Andreas. Sven und Lisa sind nicht mehr frisch verliebt wie noch in „Heidezauber“, weshalb die liebevollen, romantischen Szenen zwischen den beiden sehr rar ausfallen. Auch die sympathischen Nebencharaktere, wie Johann, Alma oder Uwe kommen wieder vor, allerdings gehen auch sie eigentlich komplett in den Mordermittlungen unter und tragen nur sehr unterschwellig zur Handlung bei.

Der größte Teil der Geschichte dreht sich dieses Mal um die Russin Elena, die es im Leben nicht immer leicht hatte und nun im reichen Verleger Hans Ewers einen Ehemann gefunden hat, der ihren luxuriösen Lebensstil auch finanziell tragen kann. Leider ist mir Elena mit ihrer kalten und berechnenden Art von Anfang an sehr unsympathisch gewesen, sodass ich es richtig schade finde, dass so viele Kapitel aus ihrer Perspektive erzählt werden. Auch im Mordfall wollte für mich keine richtige Spannung aufkommen, da von vorneherein klar gewesen ist, wer hinter der kaltblütigen Tat steckt. Szenen von der unmittelbaren Tat und dem Verstecken der Leiche lässt die Autorin ebenfalls nicht unter den Tisch fallen. Die Romantik bleibt dabei eigentlich komplett auf der Strecke.

Da der Fokus dieses Mal leider so sehr auf der Kriminalgeschichte und den Hintergründen der Tat gelegen hat, konnte mich Christine Rath mit ihrer Geschichte nicht wirklich überzeugen. Ich habe die Wohlfühlatmosphäre vermisst, die einer eher negativen Grundstimmung gewichen ist. Nichtsdestotrotz konnte mich die Autorin besonders sprachlich ein weiteres Mal begeistern, auch wenn mir dieses Mal der Einstieg nicht ganz so problemlos gelungen ist wie beim ersten Band. Leider hat mir „Windflüstern“ inhaltlich leider nicht so gut gefallen, wie „Heidezauber“ und ich hoffe sehr, dass die Romantik im nächsten Band der Reihe wieder präsenter ist.



Band 1: Heidezauber
Band 2: Windflüstern

Die Autorin Christine Rath, Jahrgang 1964, lebt und schreibt am schönen Bodensee, wo sie mit ihrer Familie ein kleines Hotel betreibt. Hier findet sie durch die vielen interessanten Begegnungen und Situationen mit anderen Menschen viele neue Ideen für ihre Romane. Ihre Wurzeln hat sie jedoch an der Ostsee und auf der Insel Sylt, auf der ihre Eltern einige Zeit lebten. An beiden Meeren findet sie in der zauberhaften Natur Ruhe und Erholung.



Vielen Dank an den Gmeiner Verlag  für die Bereitstellung
dieses Rezensionsexemplars!

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