[Rezension] Snow - Die Prophezeiung von Feuer und Eis (Bd.1) von Danielle Paige

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Originaltitel: Stealing Snow
Titel: Snow - Die Prophezeiung von Feuer und Eis
Autorin: Danielle Paige
Erscheinungsdatum: 19. September 2017
ISBN-13: 978-3522202374
Preis: 17,99€ (Hardcover) und 14,99€ (eBook)
Seitenzahl: 400
Genre: Fantasy, Jugendbuch
Leseprobe: hier




„Die drei mächtigsten Hexen des Landes erhielten zu deiner Geburt eine Prophezeiung, Snow. Vergiss nicht, dass beide Elternteile dir Magie vererbt haben. Diese Magie lebt in dir, eine starke Magie, wahrscheinlich sogar die stärkste, die es in Algid jemals gegeben hat.“

Algid, ein Reich aus Eis und Schnee, ist Snows wahres Zuhause. Hier soll sie ihre eigentliche Bestimmung annehmen und das Land aus den frostigen Ketten König Lazars befreien. Snow, jahrelang in der Menschenwelt festgehalten, fällt es schwer, ihren Auftrag und ihre magischen Fähigkeiten zu akzeptieren. Durch Jagger und Kai, die sich beide um sie bemühen, erfährt sie die Geheimnisse von Algid und seinen Bewohnern. Doch Snows Herz gehört eigentlich schon Bale – dem sie ihre Flucht verdankt und den sie jetzt verzweifelt sucht …



Snow Yardley:

Seit ihrem sechsten Lebensjahr lebt Snow in einer psychiatrischen Anstalt, ohne ihr wahres Erbe zu erahnen. Jeder neue Tag ist ein Kampf und sie muss einen wahren Cocktail aus Medikamenten zu sich nehmen, um ihre Wut unter Kontrolle zu halten. Doch Snow schlägt sich tapfer. Obwohl ihr Stiefvater nichts mehr von ihr wissen möchte, kommt ihre Mutter regelmäßig zu Besuch und versucht ihre Tochter mit kleinen Geschenken aufzumuntern. Doch Snow kann ihr einfach nicht verzeihen, denn ihre Mutter hat dafür gesorgt, dass sie von Bale getrennt wird.

Bale:

Wie Snow lebt auch Bale seit seinem sechsten Lebensjahr in Whittaker. Er hat das Haus seiner Familie angezündet und noch immer fasziniert ihn die Hitze des Feuers. Nur in Snows Gegenwart kann er sich unter Kontrolle halten, sodass sich zwischen den beiden in den vergangenen Jahren eine tiefe Freundschaft entwickelt hat. Doch ein Kuss hat alles verkompliziert und dafür gesorgt, dass Bale Snow nicht mehr sehen darf.



Der Einstieg in die Geschichte ist richtig bedrückend. Snow lebt in der geschlossenen Psychiatrie im Hochsicherheitstrakt von Whittaker, nachdem sie versucht hat, durch einen Spiegel zu gehen und sich dabei schwer verletzt hat. In Whittaker hat Snow nur einen einzigen Freund - Bale. Doch auch der ist ihr weggenommen worden. Nun ist sie alleine und auf sich gestellt, ohne auch nur zu ahnen, welche wundersame Welt sich derzeit noch vor ihr verbirgt. Sprachlich gesehen sind die ersten Seiten wirklich gelungen. Sie lassen sich flüssig lesen und die vielen Details erwecken die beklemmende Kulisse von Whittaker zum Leben. Absolut kein Ort zum Wohlfühlen.
 
Die Erzählung schreitet nach den ersten Seiten schon mit hohem Tempo voran. In jedem Kapitel werden neue Fragen aufgeworfen und ich hatte leider das Gefühl, dass dadurch die Tiefe der Geschichte etwas verlorengeht. Es passiert einfach zu viel, dass in zu kurzen Kapiteln erzählt werden möchte, sodass es schwerfällt, alles auf Anhieb zu erfassen. 

Besonders in Bezug auf Algid und seine Bewohner, aber auch auf Snows Fähigkeiten hat Danielle Paige einige wirklich gute Ideen, deren Potenzial aber nicht vollkommen ausgeschöpft werden. Zudem hat sich bei mir das Gefühl eingeschlichen, dass oftmals Informationen zwischen den Kapiteln verlorengegangen sind, die zum Verständnis der Geschichte beigetragen hätten. Die Übergänge zwischen den einzelnen Abschnitten sind mir deshalb meist doch sehr abrupt erschienen.

Auch die Protagonisten selbst bleiben ziemlich farblos. Die Emotionen kommen nicht richtig an und ich habe leider mit keinem Charakter wirklich mitgefiebert. Snow fährt mit ihren Handlungen keine klare Linie. Sie will Bale befreien, doch lässt sie sich immer wieder von den unterschiedlichsten Parteien beeinflussen und trifft kaum eigene Entscheidungen. Wenn doch, dann sind sie meist naiv, undurchdacht und nur  auf ihr eigenes Wohl bezogen, sodass ich leider wenig Sympathie für Snow entwickelt habe. Auch die Liebesgeschichte hat mich zu keiner Zeit berührt. Snows tiefe Gefühle für Bale wirken unglaubwürdig, da sie tatsächlich sowohl mit Kai als auch mit Jagger anbandelt, denen sie beiden in Algid begegnet. Ich bin schon kein großer Fan von Dreiecksbeziehungen, aber eine Vierecksbeziehung ist mir dann doch deutlich zu anstrengend.

Die Seiten haben sich für mich deshalb nur so dahingeschleppt und ich habe das Buch immer wieder ganz einfach beiseitelegen können. Algids Magie hat sich bei mir nicht entfaltet, vielmehr hat das Buch bei mir eine Leseflaute ausgelöst, sodass ich, wenn überhaupt, nur noch wenige Seiten am Tag lesen wollte. 

Insgesamt muss ich leider sagen, dass ich die Reihe nach dem ersten Band auf jeden Fall beenden werde. Die Geschichte hat mich nur zum Schluss etwas gepackt und überrascht, in den vorderen Kapiteln hat mir schlicht und ergreifend die Tiefe gefehlt. Auch die Charaktere bleiben oberflächlich, sodass ich sie nie richtig greifen und verstehen konnte. Das Hin- und Her zwischen Snow und den Jungs ist mir einfach zu viel gewesen und an vielen Stellen hätte ich mir mehr Details gewünscht. Auch wenn ich das Ende doch ganz passabel fand, leider kein Highlight für mich.



Band 1: Snow - Die Prophezeiung von Feuer und Eis
Band 2: derzeit noch ohne Titel 


Danielle Paige ist eine amerikanische Bestsellerautorin, ihre Serie "Dorothy Must Die" stand monatelang auf der Bestsellerliste der New York Times. Bevor sie sich ganz der Jugendliteratur verschrieb, arbeitete sie fürs Fernsehen. Dort wurde sie mit dem Writers Guild of America Award ausgezeichnet und mehrfach für den Daytime Emmy nominiert. Danielle Paige hat ihr Studium an der Universität von Columbia abgeschlossen und lebt in New York City.



Vielen Dank an Thienemann-Esslinger  für die Bereitstellung
dieses Rezensionsexemplars!

8 Kommentare:

  1. Es ist wirklich sooo schade -.-. Man hätte da sicher viel draus machen können und der Klappentext hat mich sehr angesprochen. Ich hatte es gestern auf Englisch in der Hand und hätte es fast mitgenommen :D. Na mal sehen vielleicht probiere ich es irgendeann mal, aber bisher habe ich viel negatives darüber gelesen. Wobei ich sagen muss, solche negativen Rezensionen, finde ich super interessant xD.

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    1. Huhu :)

      Ja, auf jeden Fall! Eigentlich hat auf den ersten Blick alles gestimmt, aber leider ist das Potenzial wirklich ungenutzt geblieben. Ich finde negative Rezensionen auch immer richtig interessant, allerdings schreiben sie sich viel schwerer als positive ;)

      Liebe Grüße

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  2. Hmm eigentlich klang die Geschichte ja sehr vielversprechend... schade das sie dich leider nicht sehr überzeugen konnte...
    Trotzdem finde ich die Rezension sehr schön und übersichtlich!
    LG

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    1. Hey!

      Ich fand es auch wirklich schade, aber ich bin mit der Geschichte einfach nicht warm geworden :/ Danke!

      Liebe Grüße

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  3. Hallo liebe Lisa,

    *seufz* ich habe das Buch auch noch vor mir und inzwischen so gar keine Lust mehr es zu lesen. Es ist so schade, dass die Umsetzung so unschön ist, dabei klingt der Inhalt und das Setting echt gut.

    Sehr gut geschrieben :)

    liebe Grüße,
    Ally

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    1. Hallo liebe Ally :)

      Ja, stimmt! Eigentlich klang alles sehr vielversprechend, aber mich hat das Buch inhaltlich leider so überhaupt nicht überzeugt. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass es dir vielleicht etwas besser gefällt und wünsche dir viel Spaß beim Lesen!

      Liebe Grüße

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  4. Hallo,
    Da Besuch ich dich doch einmal zurück. Schade das dir das Buch nicht so gefallen hat.Aber wie du sagst ist es schon lustig eie Meonungen auseinander gehen 😊. Aber schöne Rezi deine Punkte die du nicht magst kann ich schon nachvollziehen, mich hatte das ganze aber nicht gestört lol.
    Liebe Grüße
    Viki

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    1. Huhu Viki!

      Danke :) Ich finde es auch echt interessant, wie unterschiedlich die Meinungen zu dem Buch ausfallen *lach* Aber das macht es eben gerade so interessant!

      Liebe Grüße

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